Schreibprozess

Wann machst du das denn noch?

4 Min. Lesezeit
Wann machst du das denn noch?

Alles über Zeitfenster, Fokus und einen Kopf voller Ideen.

Hallo ihr Lieben,

viele von euch fragen mich, wann ich schreibe. Die meisten wissen natürlich: Ich bin berufstätig, ich habe zwei Kinder, ich habe Termine, Hobbies, Verpflichtungen, muss essen, aber auch kochen und einkaufen. Waschen, zum Arzt, meine Töchter durch die Gegend fahren und gelegentlich auch noch zu Sport oder duschen.
Kurzum: Die Woche ist pickepackevoll. Mein Tag beginnt in der Regel um sechs Uhr Morgens und endet um 19:30 Uhr am Abend. Die Kapazität in meinem Kopf um diese Uhrzeit ist gleich null.

Wann also nehme ich mir die Zeit?

Keine Sorge. Ich schlafe jede Nacht zwischen 6 und 8 Stunden und lege nur ganz selten eine Nachtschicht am Laptop ein. Ausser es packt mich so richtig. Dann kann das passieren. 
Sonst nutze ich im wahrsten Sinne des Wortes jede freie Minute.
Ich versuche mich in der kürzesten verfügbaren Zeit auf das zu fokussieren, was gerade ansteht und oft gelingt mir das auch. Es sind mal 30 Minuten in der Mittagszeit, in denen ich die Wäsche liegen lasse und stattdessen schreibe.
Hin und wieder gelingt mir nachmittags ein Zeitfenster von einer Stunde.
Am Wochenende sind es sogar schon mal zwei.

Meine Familie ist dabei eine große Unterstützung. Wenn ich in einer kreativen Phase bin, melde ich Freiräume an und häufig bekomme ich dann auch meine Zeit zum Arbeiten. Das geht natürlich nicht immer. Aber insbesondere in der Entstehung von Band 1 hatte ich überhaupt keinen Druck.
Und so ganz nach Plan funktioniert es sowieso nicht.
Mal konnte ich nicht schreiben, obwohl mir tausend gute Ideen auf einmal im Kopf herumschwirrten.
Mal konnte ich schreiben und bekam rein gar nichts zu Papier.
Mal sitze ich am Schreibtisch, mal am Küchentisch, mal im Bett, auch schon auf dem Badezimmerboden, auf der Terasse und auf dem Sofa. Manchmal schleppe ich das Ding quer durchs Haus mit mir herum, nur um ein paar Gedanken zwischendurch festzuhalten.
Mal sind es nur ein paar Sätze in einer Stunde, dann wieder ganze Kapitel in wenigen Minuten.

Meine Wahrheit liegt also irgendwo zwischen fokussieren, Zeitfenster nutzen und den Druck herausnehmen. Klingt leichter als es manchmal ist. Aber insgesamt bin ich zufrieden, wie ich das alles unter einen Hut bekommen habe. 
Immerhin ist das Ergebnis ein vollständiges Manuskript. Und noch mehr.

Jetzt gerade lasse ich den Haushalt Haushalt sein (Kreisch!) und nutze meine Zeit bei gutem Wetter, um diesen Beitrag zu schreiben und im Anschluss daran noch ein paar Worte für Band zwei der Regenbogenmädchen niederzuschreiben.
Denn obgleich der Fokus zur Zeit voll und ganz darauf liegt, das erste Buch der Reihe zu platzieren, kann ich ihn nicht abstellen. Den Kopf voller Ideen.

Also ja, ich schreibe wieder. Ich gebe zu: Aktuell etwas gehemmt und ich erkläre euch gerne wieso. Ich weiß nicht, wo die Reise für mich hingeht und ob sie überhaupt irgendwo hingeht. Und ja! Die Zeitfenster, ganz gleich ob klein oder groß, die ich mir für meine Arbeit nehmen muss, fehlen irgendwo an anderer Stelle. Meistens ganz undramatisch, gerade beispielweise müsste ich die Winterschuhe der Kinder aussortieren. Aber solange ich nicht weiß, wie es für mich und die Regenbogenmädchen weitergeht, kann ich es mir überhaupt leisten noch mehr Zeit in ein zweites Buch zu investieren?

Ich habe beschlossen: JA! Mit Fokus, kleinen Zeitfenstern und ohne Druck. Ob das nochmal so klappt? Keine Ahnung. Fühlt es sich gut an? Gerade ja. Glaube ich noch daran? Unbedingt.

So und jetzt schließt sich mein Zeitfenster. Ich freue mich über eure Kommentare und Reaktionen zu meinem Beitrag. Lasst mir gerne was da!

Eure Kristina

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