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Hallo Zielgruppe!

5 Min. Lesezeit
Hallo Zielgruppe!

Oder warum deine Tochter mein Buch lieben wird.

Hej (Ich bin schon im Skandinavien-Fieber),

ich weiß, ich weiß! Eigentlich wollte ich erst einmal Ruhe geben, mich im angekündigten Sommerloch verkriechen und meine Zeit mit Dingen füllen, die mir guttun. Hab ich auch! Ehrlich!

Ich hab’s ruhiger angehen lassen, die Nachmittage mit den Kids verbracht, habe gelesen und war joggen…Ja, und da sind wir auch schon an dem Punkt, wo sich die Katze in den Schwanz beißt, denn was passiert bei der ganzen Rennerei, wo das Herz im Takt der Musik pumpt, Gedanken kreisen und sich der Kopf so richtig frei atmet? Genau! Man kommt ordentlich ans Nachdenken. 

Und dann ist unter anderem etwas passiert, was mich richtig krass geflasht hat. Ich hatte eine ganz, ganz neue Buchidee. Irgendwo zwischen Asphalt und Wald, bei Vogelgezwitscher und Sarah Connor auf den Ohren, als Sonnenstrahlen glitzernd durch ein Blätterdach lugten, ist es passiert. Ich weiß nicht wie und warum und geplant habe ich das schon mal überhaupt nicht, aber auf einmal war es da. Bäm. Einfach so. Verrückt, oder?
Aber keine Sorge, diese Idee ist nichts, was ich jetzt im Moment weiterverfolgen möchte. Dennoch bin ich nach Hause gerannt, zack, zack, und habe meine Idee und die ersten Gedanken dazu fein säuberlich in meinem Notizbuch mit den Zitronen drauf niedergeschrieben. Nur für den Fall der Fälle. Um es, falls die Zeit je reif dafür ist, dann wieder aus meiner Schublade holen zu können und zu sagen: „Guck, da ist eine Idee. Los geht’s!“

Darüber wollte ich heute aber gar nicht schreiben, erzählen muss ich euch das trotzdem schnell (Weil ja ehrlich gesagt sonst nicht so viel los ist hier in meiner Buchbubble).
Worüber ich eigentlich viel nachgedacht habe und was mich besonders interessiert, ist, was ein Buch haben muss, damit Kinder oder insbesondere Mädchen in der Altersklasse 8-12 Jahren es gut finden. Sich darin verlieren. Es nicht mehr aus dem Kopf kriegen und schon gar nicht mehr aus der Hand legen möchten. Ausgangspunkt ist die Diskussion darüber, warum Kinder weniger lesen und/oder die Lesekompetenz abnimmt. Was hat Lesen für einen Stellenwert? Für euch als Eltern, aber auch für eure Kinder? Warum lesen eure Kinder und wann? Und ganz genau, warum lesen eure Kinder genau dieses eine Buch – und zwar von Anfang bis Ende.
Wenn ich meine Tochter Lilli dazu befrage, komme ich zu dem Schluss, dass es viel um Identifikation geht. Kann sie sich mit den Heldinnen ihrer Bücher identifizieren? Das reicht oft sogar soweit, dass es mit ins Spiel einfließt oder aber Entscheidungen hinterfragt werden, mit: Was würde meine Bücherheldin jetzt tun?
Außerdem steht Freundschaft und die besondere Verbindung zueinander aktuell hoch im Kurs. Wie funktioniert man als Individuum in einer Gruppe. Kann ich gleichzeitig mit mehreren Kindern befreundet sein und auch eine beste Freundin haben? Was braucht es, damit sich jeder in einer Clique oder im Freundeskreis wohlfühlt. 
Dann sind alltagsnahe Themen oft gefragt, Schule, Familie, Hobbies und kleine Abenteuer (die vielleicht nicht allzu gruselig sind, zumindest bei uns).
Und ganz zum Schluss kommt noch ein wenig Magie dazu. Aber nicht zu viel. Es muss greifbar bleiben und zum Träumen einladen. Und dennoch in einem alltäglichen Kontext stattfinden.
Natürlich gibt es zusätzlich noch andere Themen und Vorlieben wie Pferdegeschichten, Detektivabenteuer, Sportbücher usw.

Obgleich meine kleine „Zielgruppenanalyse“ extrem eingeschränkt ist, schließlich kann ich nur von meinen eigenen Erfahrungswerten berichten, glaube ich, dass ich mit meinen Büchern ganz, ganz viel von den oben genannten Punkten erfülle und damit (hoffentlich) viele Mädchen in dem Alter dafür begeistern kann. Meine Bücher sind nicht belehrend, sie habe keine riesengroße Message, die das Leben aller verändert. Sie sollen unterhalten, neugierig machen und einen Raum zum Wohlfühlen und für eigene Träume bieten.

Meine Zielgruppe sind also nicht nur Mädchen im Selbstlesealter, sondern noch spezifischer: Mädchen, die an die Magie des Alltäglichen glauben, die mutig und offen genug sind, Freundschaften zu knüpfen und Freundinnen zu akzeptieren, wie sie sind. Mädchen, die mit Hilfe von Büchern lernen an sich selbst zu glauben und die sich gerne in Geschichten verlieren, in denen sie selbst die Hauptrolle spielen könnten. Mädchen, die Lust haben, außerhalb ihres selbst oft zu stressigem Alltag, kleine Abenteuer zu erleben, in denen sie nichts weiter tun müssen, als zu lesen.

So, und jetzt verabschiede ich mich aber wirklich. Ich sitze im Kofferchaos und freue mich wahnsinnig auf unseren wohlverdienten Urlaub, bei dem mir gewiss der eine oder andere Gedanke in den Kopf schießt, den ich mit euch teilen möchte. Aber jetzt herrscht echt erst mal Ruhe. Versprochen!

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Liebe Grüße
Eure Kristina

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Kommentare (1)

S
Sabrina

Meine Tochter Leni (11) liest leider nicht alles, sondern nur Bücher, die sie sofort emotional abholen. Zu viel Fantasie verliert sie, zu viel Alltag langweilt sie. Diese Mischung aus echten Problemen, Freundschaft und etwas Magie klingt gut. Ich bin heute ganz zufällig über Instagram hier gelandet. Wünsche dir viel Erfolg.

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