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Löschen! Neu.

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Löschen! Neu.

Nicht mein Buch, aber meine Bewerbung.

Ach Leute,

mir raucht der Kopf. Und das liegt nicht an den 40 Grad im Schatten da draußen.
Zwischen Planschbeckenaufsicht, Eincremedienst, Wassereisvergabe und Schattenschicht für immer mindesten zwei bis vier Kinder in den letzten Tagen, hängen meine Gedanken aktuell an der Bewerbung, dem Exposé, für Band 1 meine Reihe.
Schon von Anfang an fiel es mir schwer, die Anforderungen 1. zu verstehen und 2. gut umzusetzen. Meine ganzen Gedanken, die vielen Worten und Ideen in ein Schema zu pressen, was auf maximal 1,5 DIN-A-4 Seiten passt, dabei auf den Punkt zu bringen, was ich eigentlich erzählen möchte und warum sich das wahnsinnig gut verkaufen wird – nahezu unmöglich. Zahlreiche schlaflose Nächte, viele unglückliche Gefühle im Bauch und ein paar Bewerbungen später ist mir klar: Das ist es nicht!
Das bin nicht ich. Das klingt nicht nach mir. Das wird meiner Geschichte nicht gerecht. Das weckt weder die Neugierde noch die Lust aufs Lesen. Das wird mir nicht gerecht. Das kann ich besser!

Nun, bei Letzterem bin ich nicht ganz sicher, jedoch habe ich mich dazu entschieden, mein Exposé ganz neu zu erfinden. Ich nehme das alte, zerreiße es in kleine Stückchen und werfe sie allesamt in den Papierkorb. Löschen! Neu.
Dazu lese ich zum wiederholten Male mein Manuskript. Finde dort schon wieder Dinge, die ich verändern möchte, aber das stelle ich für den Moment zurück. Ich fange wieder an zu recherchieren. Versuche eine Vorstellung davon zu bekommen, was ich selbst eigentlich von diesem so wichtigen Dokument erwarte. Ich will Wiedererkennungswert und ein frisches Design. Klare Inhalte und einen interessanten Pitch. Klar soweit?
So viel zum aktuellen Stand der Dinge. Dieser Prozess nimmt gerade meine ganze wenige Zeit in Anspruch. Bis dahin friere ich alles andere ein – nicht die schlechteste Idee bei dem Wetter. Ich komme erneut an meine Grenzen, könnte die meiste Zeit heulen, weil ich es nicht hinkriege und dann geht’s doch wieder ein Stück voran. Meine limitierten Fähigkeiten machen mich manchmal einfach wahnsinnig. Soll ich euch was sagen? Gott sei dank habe ich liebe Menschen, die mich unterstützen und wahnsinnig clevere, deutlich cleverer als ich, noch dazu. Ich wäre sonst komplett aufgeschmissen.

So schwer das für mich ist - schon wieder! Und so wenig ich auch dieses Mal weiß, ob es gut genug oder zumindest richtig ist - Ich habe jetzt schon ein viel besseres Gefühl bei der Sache. Es ist die richtige Entscheidung das Exposé neu anzugehen. Ich fühle mich deutlich wohler damit, bei einer Absage oder einem Nicht-Erfolg zumindest sagen zu können: Ich hätte es nicht besser machen können. Ich muss mir und euch gestehen: Das war bislang nicht so. Es war vielleicht etwas zu bequem, meine Unwissenheit vorzuschieben und auf Verständnis zu hoffen. Nach dem Motto: Sie weiß es nicht besser, aber das Projekt scheint gut zu sein.

Es hat etwas Zeit gebraucht, sich das bewusst zu machen. Und neue Energie, um noch einmal von vorne anzufangen. Das ist nicht so leicht, wisst ihr?

So und jetzt wieder ab in den Pool mit euch. Danke fürs Lesen meiner kleinen Buch-Beichte mit dem Versprechen: Jetzt mach ich es richtig. Keine halben Sachen mehr.
Ich hoffe, ihr drückt mir weiterhin fest die Daumen, das wäre sehr nett. Lasst ein Herzchen da…

 

Liebe Grüße
eure Kristina

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