Persönliches

Pause im Kopf

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Pause im Kopf

Was ich gerade lieber mache als zu schreiben.

Ihr Lieben,

ich will ehrlich sein: Gerade drücke ich mich ein bisschen vor dem Schreiben.
Mein zweites Manuskript, die nächste Bewerbung, ein neuer Blogpost, ein Social Media Beitrag – zu nichts kann ich mich gerade so richtig aufraffen.

Was mich davon abhält? Na, aufräumen und Wäsche waschen natürlich, Serie schauen oder auf Insta abhängen…sagte ich schon, dass ich aktuell viel aufräume? Am liebsten Schubladen ein und aus, Dinge von A nach B und Kleiderschränke von Winter zu Sommer. Gedanken von rechts nach links. Und dann wieder von links nach rechts.

Kurzum: Ich habe gerade so einen kleinen Hänger. Nichts fluppt so richtig. Was ich erzählen will, zum Beispiel in meinem neuen Buch, ist da. Nur die richtigen Worte sind es nicht. Immer wenn ich denke, ich komme gerade wieder in so etwas wie einen Flow, verliere ich mich und in meinem Kopf ist wieder Watte. Meine Gedanken kreisen um alles Mögliche. Vor allem aber um die Frage: Wie geht es für mich weiter?
Ich bin ständig auf der Suche nach einem Masterplan. Einem neuen Weg. Einer anderen Idee.
Meine Gedanken sind nicht so frei, wie sie es bei der Erstellung von Band 1 waren. Blus Geschichte habe ich ganz ungehemmt geschrieben, voller Leidenschaft für meine Idee, immer mit dem Antrieb es noch besser zu machen und fertig zu werden. Auch da gab es gute und schlechte Tage, definitiv. Tage, an denen alles leichtfiel und Tage, an denen rein gar nichts einen Sinn ergab. Aber die Ziele waren klarer, kleiner, erreichbarer. Das hat mich durchweg angetrieben.
Ich habe das Gefühl, aktuell schreibe ich nur an Band 2, um mich von dieser ständigen Warterei abzulenken. Ist ja klar, dass ich so aktuell meinem Anspruch und Violettas Geschichte überhaupt nicht gerecht werde. Dabei liebe ich die Idee rund um das lila Mädchen sehr und auch, ein ganz neues Abenteuer zu erzählen. Aber ich bin gehemmt, das gebe ich zu.

Ich weiß, dass ich zurzeit sehr viel Geduld brauche. Das Warten auf eine Rückmeldung ist herausfordernder, als ich es mir vorgestellt habe. Ich schwanke zwischen Zweifeln und Durchhalten. Ich feiere jede „Eingangsbestätigung“ meiner Bewerbung (Die sind echt selten).
Ich halte einen Zustand aus, der eher weniger meinem antriebsstarken und optimistischen Naturell entspricht. Und ich lerne. Ich versuche mir die Zeit zu nehmen, die Dinge richtig für mich einzuordnen. Wo stehe ich? Wo will ich hin? Und wieviel bin ich bereit zu investieren?

Und wenn mir wirklich so richtig danach ist, dann schreibe ich ein wenig weiter, aktuell am liebsten ein paar wenige Szenen aus dem neuen Buch. Wo es plötzlich „klick“ macht und ich das Gefühl habe, dass ich das kurz aufschreiben muss. Und immerhin hat es in der Zwischenzeit so oft geklickt, dass ich am vierten Kapitel arbeite. Natürlich alles in der Rohfassung. Ich habe schon einhundert Kleinigkeiten wieder geändert.

So! Nun muss ich aber auch los. Es gibt Essen - Meine Tochter versorgt mich mit selbstgebackenem Holz-Schokokuchen und Kaffee aus der Kinderküche.

Ach guck, ein paar Worte habe ich dann heute doch für euch gefunden Und für mich. Danke fürs Zuhören bzw. fürs Lesen.

Eure Kristina

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