Sommerloch

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Sommerloch

Oder Pause für Herz und Kopf

Ihr Lieben,

es war ruhig hier in den letzten Wochen. Keine Zeit, keine Zeit! Ich habe meine Energie dafür genutzt, mich nochmal neu aufzustellen. Ich habe mein Exposé komplett überarbeitet (und bin jetzt so richtig glücklich damit), aber auch mein Manuskript noch einmal aufgerollt. Ich habe ein wenig Abstand dazu gebraucht, das wird mir jetzt klar. Ich konnte es einige Zeit kaum zur Hand nehmen, habe kopfschüttelnd vor meinen Texten gesessen und es unverrichteter Dinge wieder zugeklappt. Ich habe es ganz nach unten in meinem Ablagestapel verbannt und mich mit anderen Dingen beschäftigt wie diesem Blog, Social Media, Recherche und Violetta, der Regenbogenheldin vom zweiten Band.
Aber nun bin ich zurück und verwende jedes mögliche Zeitfenster darauf, alles noch einmal zu überarbeiten. Schon wieder? Ja, schon wieder! Ich habe gerade wieder einen frischen Blick auf meine Arbeit, eine konkretere Vorstellung davon, was ich erzählen und wie ich gelesen werden will. Und es macht mir großen Spaß, die Feinheiten gleich einzuarbeiten. Es beruhigt mich ungemein, dass ich es wieder fühle. Dass ich den verloren geglaubten Bezug zu meinem Buch gar nicht verloren habe. Wir haben nur eine kleine Pause voneinander gebraucht.
Die letzten Wochen waren also mehr als arbeitsreich. Ich kann mir jedoch auf die Schulter klopfen und glücklich sein, dass ich doch so vieles geschafft habe. Kleine Babysteps in noch kleineren Zeitfenstern mit einem Ergebnis, mit dem ich mehr als zufrieden bin.
Aber jetzt steht der Sommer vor der Tür. Und mit ihm eine Zeit, in der ich nicht viel zum schreiben komme. Das war im letzten Jahr schon so und es hat mich wahnsinnig gemacht, weil ich das irgendwie anders geplant hatte. Heute sehe ich entspannt auf die nächsten Wochen und richte meinen Fokus auf das, was mir ganz persönlich wichtig ist.
Ich freue mich auf eine spannende Urlaubsreise, gemütliche Stunden im Garten, die eine oder andere Wasserschlacht und lange Grillabende. Ich darf den Sommerregen nicht verpassen, um mit meinen Mädchen darin zu tanzen und rechne die zweite Kugel Eis nicht gleich in Kalorien um. Ich akzeptiere, dass es keine festen Strukturen gibt, ein Gerüst, an dem man sich Tag für Tag entlang hangelt. Ich möchte lesen. Mindestens fünf Bücher in den Sommerferien. Und Zeit mit Freunden verbringen, gute Gespräche führen und auch das eine oder andere Glas Wein trinken. Meine Zeit, die ich für mich übrighabe, verbringe ich mit mir – und nur, wenn es sich ergibt und ich wirklich große Lust habe, auch mal am Schreibtisch. Ich jage dabei aber keiner persönlichen Deadline hinterher, denn eines weiß ich nach den letzten Monaten genau. Ein Buch hinaus in die Welt zu bringen ist kein Sprint, es ist ein Marathon. Und für diesen Marathon brauche ich Regeneration. Die hole ich mir diesen Sommer an der Seite meiner Familie, meinen Freundinnen und Menschen, die mir wichtig sind. Ich freue mich wahnsinnig darauf.

Im Hintergrund laufen ein paar Dinge weiter. Ich werde natürlich nicht alles stehen und liegen lassen. Mein großer Wunsch ist es endlich weiterzukommen und mein Anspruch ist immer: Lieber gestern als morgen. Ich bin immer noch viel zu ungeduldig. Manchmal rastlos. In meinem Kopf wirbeln immer noch Ideen, Pläne und Zweifel herum.
Und dennoch entscheide ich mich diesen Sommer für eine kleine Pause. Für den Kopf, das Herz und auch für den Körper (ich muss dringend mehr schlafen). Ich berichte euch hinterher, ob’s geklappt hat. Ist ja immer so eine Sache mit den Vorsätzen…
Ich wünsche euch viele glückliche Sommermomente. Genießt die langen Tage und die Sonne auf der Haut. Lest ein Buch, geht joggen, ins Kino oder was euch eben glücklich macht.

Liebste Grüße

Eure Kristina

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