Die erste Absage.
Und was sie mit mir heute macht. Und morgen vermutlich auch noch.
Autsch, Leute, das tat weh!
Heute habe ich die erste offizielle Absage für mein Projekt von einem Verlag erhalten. Das erste Nein - schwarz auf weiß. Und das an einem Montagmorgen.
Der Vollständigkeit halber möchte ich hinzufügen, dass ich in einem sehr netten Austausch mit dem Verlag stand und mir auf Nachfrage noch erläutert wurde, woran mein Manuskript schlussendlich gescheitert ist.
Und trotzdem. Ich bin natürlich enttäuscht.
Ich neige dazu, euphorisch zu sein. Optimistisch. Obgleich ich mich in Bescheidenheit üben sollte, denke ich doch heimlich, still und leise: Das klappt. Ich spür's.
Meine Mutter hat es gestern sehr treffend formuliert:
Als ich jung war, spielte ich jede Woche Lotto und bei jedem ausgefüllten Schein war ich der festen Überzeugung gewonnen zu haben. Jede Woche aufs Neue war ich tief enttäuscht.
Nun spiele ich kein Lotto, aber das Ziel, worauf ich hinarbeite, fühlt sich fast wie ein Sechser im Lotto an. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, mit meinem Exposé genau auf dem Schreibtisch der Person zu landen, die es fühlt und daran glaubt. Die es versteht und auch die Vision erkennt. Die ausgrechnet bei dem Verlag arbeitet, für den ich mit meinem Buch ins Programm passe. Dessen Werte und Glaubenssätze ich mit meinen Worten transportiere. Wo die Zahnräder nur darauf warten, ineinander zu greifen.
Ich kann euch sagen: Rational betrachtet ist die Absage kein Beinbruch, es war zu erwarten, dass das passiert. Ich habe es erwartet. Ich war sogar innerlich gewappnet, würde ich sagen. Aber als sie dann da war, die Email mit den Worten: "Leider müssen wir Ihnen mitteilen..." und "Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Glück!" - Ja, da hat es doch kurz gebröckelt. Mein Herz. Vielleicht auch etwas mehr.
Ich werde lernen damit umzugehen. Es gibt Menschen, die mich in diesen Situationen auffangen, auch wenn ich dann erst einmal echt gerne knatschig bin und noch lieber allein. Ich muss mich berappeln. Ich muss es erzählen und andere, die mit mir gehofft haben, enttäuschen. Das macht nicht so besonders großen Spaß. Gehört aber wohl alles zum Prozess.
Also ihr Lieben, bevor ich den heutigen Tag schließe: Solltet ihr für mich ein paar aufbauende Worte parat haben, dann packt sie gerne in die Kommentare. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür. Ich freue mich aber ebenso über ein Drückerchen (auf eines der kleinen Bildchen da unten).
Von gebröckeltem Herzen viele Grüße
eure Kristina